Finanzierung

Materialeinkauf vorfinanzieren und flexibel bleiben

Nahezu jede Branche stöhnt unter steigenden Preisen: In der Automobilindustrie sind es Chips und Halbleiter, in der Fertigung Metalle wie Aluminium und auch beim Materialeinkauf für das Handwerk und Baunebengewerbe stehen immer mehr Regale in Groß- und Baumärkten leer. War es bis vor einigen Monaten Holzmangel, der die Branche in Atem hielt, erstrecken sich die Probleme in der Materialbeschaffung jetzt auf nahezu alle Waren und Baustoffe des täglichen Bedarfs der meisten Handwerksunternehmen. Und sind die gewünschten Materialien verfügbar, kommt meist der Schock beim Blick auf die Rechnung. Doch hier gilt es für die meisten: In den sauren Apfel beißen und die Lager füllen, wenn Rohstoffe verfügbar sind.

Um einerseits finanziell flexibel zu bleiben, aber gleichzeitig auch bei Verfügbarkeit auf Vorrat einkaufen zu können, nutzen Handwerksbetriebe unterschiedliche Wege zur Finanzierung der Waren. Wir zeigen Ihnen einige Optionen auf, die Ihr Betrieb für den Materialeinkauf nutzen kann.

Kauf aus Barmitteln

„Nur was man hat, sollte man auch ausgeben.“ Nach diesem Motto regeln immer noch viele Handwerksunternehmen Einkauf und Expansion. Grundsätzlich ist es natürlich richtig, immer auf die eigenen Finanzen zuschauen. Doch grade die Corona-Krise hat trotz voller Auftragsbücher bei vielen Unternehmen ein Loch in die Liquidität gerissen. Durch Quarantäne, Lockdown oder auch Lieferstopps standen viele Baustellen still und der Geldfluss wurde unterbrochen, während die Fixkosten weiterliefen. Diese wurden dann aus den vorhandenen Mitteln beglichen – und genau dafür sollte eine finanzielle Sicherheit bewahrt werden. Es ist also absolut ratsam, für den Materialeinkauf vielleicht nicht auf das eigene Konto zuzugreifen. Gerade in Zeiten günstiger Finanzierungen lohnt es sich auch bei vorhandenen Mitteln, die eigene Liquidität zu erhalten und andere Lösungen in Betracht zu ziehen.

Klassischer Betriebsmittelkredit

Ein Betriebsmittelkredit ist der klassische Kredit zur Finanzierung von Wachstum oder anderen betrieblichen Investitionen. Ist absehbar, dass das Unternehmen in naher Zukunft größere Einkäufe wahrnehmen oder zusätzliches Personal vorfinanzieren muss, ist es ratsam, sich um eine solche Finanzierung zu bemühen. Grade in Zeiten niedriger Zinsen sind Kredite überraschend günstig zu haben.

Tipp: Wer nicht den Weg über eine digitale Finanzierungsplattform sucht, der muss häufig Banktermine vor Ort in Kauf nehmen. Diesen Aufwand kann man über Online-Kanäle mitunter reduzieren. Hierfür bietet sich beispielsweise unser Partner Compeon an, die speziell für solche Fälle auch Schnellkredit-Lösungen für Unternehmen bereithalten.

Kontokorrentkredit

Oft als „Dispo für Unternehmen“ bezeichnet, nutzen viele Handwerksbetriebe den Kontokorrentkredit oder die sogenannte Kreditlinie, wenn Gehälter gezahlt werden müssen, aber offene Rechnungen noch nicht eingetroffen sind – oder eben auch für den Materialeinkauf. Doch diese Art der Finanzierung kann schnell teuer werden. Grade kleinere Betriebe zahlen für den Kontokorrent sogar Zinsen im zweistelligen Bereich. Die Vorfinanzierung von Waren kann dann schnell teuer werden. Das dicke Ende sieht man erst später. Auch wenn die regelmäßige Nutzung des Kontokorrentkredits bequem ist, sollten Unternehmen hier genau rechnen und diese hohen Zinskosten vermeiden. Auch bei spontanen Einkäufen, bei temporär verfügbarer Ware, sind andere schnelle Lösungen möglich.

Einkaufsfinanzierung

Die Einkaufsfinanzierung, oft auch als Finetrading bezeichnet, ist eine bei vielen Handwerksunternehmen noch eher unbekannte Art der Finanzierung von Waren und Rohstoffen. Dabei wird über einen Finanzierungsanbieter vorab eine Art Linie vereinbart. Es handelt sich um den maximalen Betrag, den der Handwerksbetrieb abrufen kann. Daraufhin kauft das Unternehmen wie gewohnt bei seinem Händler die gewünschten Materialien ein, reicht dann aber die Rechnung direkt an den Finanzanbieter weiter. Dieser begleicht sofort die Rechnung, sodass auch Skonti genutzt werden können. Der Händler hat sofort sein Geld, der Finanzanbieter verlängert das Zahlungsziel für den Materialeinkauf für den Handwerker – in der Regel um 90, in manchen Fällen aber sogar um 120 Tage. Sie haben also Zeit, mit dem Material Gewinne zu erwirtschaften und zahlen die Rechnung erst deutlich später zurück.

Unbedingt Optionen und Anbieter vergleichen

Bei jeder Form der Finanzierung ist natürlich Vorsicht geboten. Gerade wenn es schnell gehen muss, nehmen viele Handwerksunternehmen das erstbeste (Hausbank-) Angebot an. „Es wird schon passen“ fällt dann nur all zu oft. Doch gerade bei Finanzierungen können bereits wenige Prozentpunkte eine Menge Geld ausmachen. Hier lohnt sich immer ein Vergleich – auch in Eile.

Dazu arbeitet Handwerk-ist-Zukunft mit der Finanzierungsplattform COMPEON zusammen. Sie fragen dort nur einmal an und COMPEON vergleicht für Sie rund 300 Finanzanbieter für Ihre Finanzierung, holt Angebote ein und übernimmt die Kommunikation. Im Bestfall erhalten Unternehmen bereits nach wenigen Minuten erste Angebote, aus denen sie bequem die günstigste Lösung auswählen können. Rund 300 Banken, Sparkassen, Volksbanken und Spezialfinanzierer wie Leasinggesellschaften und Förderbanken sind Teil des Netzwerks bei COMPEON. Probieren Sie es einfach aus – die Anfrage ist kostenlos und Sie entscheiden, ob und welches Angebot Sie schließlich annehmen.

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