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Warum zeitraubende Banktermine vor Ort unnötig sind

Ein neuer Transporter, der Einkauf für einen lukrativen Großauftrag oder die Anschaffung von Spezialmaschinen oder -werkzeugen. In Zeiten günstiger Zinssätze denkt man als Handwerksunternehmer: „Ich halte meine Liquidität im Unternehmen und finanziere die Neuanschaffungen lieber.“ Die Idee ist richtig, doch viele Handwerker wollen den damit verbundenen Zeitaufwand lieber vermeiden – und greifen dann doch auf die eigenen Mittel zur Anschaffung zurück. Banktermine vor Ort, unnötig lange Telefonate und immer neue Vorgaben halten Inhaber und Geschäftsführer von ihrer eigentlichen Arbeit ab. Warum Vor-Ort-Termine bei Banken oder anderen Finanzdienstleistern häufig unnötig sind und was Sie als Handwerker tun können, um sich die Zeit zu sparen, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Firmenkundenberater: Darum setzen viele auf den persönlichen Kontakt

Die meisten Handwerker haben eine oder zwei Banken, die sie als ihre Hausbank bezeichnen. Gerade alteingesessene Betriebe haben diese Bankverbindungen schon sehr lange und auch ein gewisses Vertrauensverhältnis zum zuständigen Firmenkundenberater. Man kennt sich, man vertraut sich. Und trotzdem heißt es beim Anruf beim Bankberater mit einem Kreditwunsch: Kommen Sie bitte zu einem Termin vorbei.

Da fragt man sich als vielbeschäftigter Unternehmer doch, wozu ist dieser Termin? Der Bankberater kennt den Betrieb, der Bankberater kennt die Zahlen aus der Vergangenheit und das Vorhaben kann doch auch zeitsparend telefonisch oder schriftlich vorgestellt werden? Natürlich müssen Unterlagen wie eine aktuelle BWA oder der letzte Jahresabschluss eingereicht werden – aber in digitalen Zeiten muss hier der Geschäftsführer oder Inhaber eines erfolgreichen Handwerkunternehmens doch wirklich nicht Kurier spielen. Auch wenn man in den privaten Bereich schaut, sind kleinere Finanzierungen im 5-stelligen Bereich schon lange komplett online ohne Termin beim Finanzdienstleister möglich.

Warum setzen also so viele Firmenkundenberater noch auf einen Termin, der den Unternehmer neben der Zeit für die Vorbereitung, Anfahrt und vor Ort auch Nerven kostet? Oft ist es schlicht und einfach das alte „Das haben wir schon immer so gemacht“. Auch wenn mittlerweile bei vielen Finanzanbietern und Banken die Systeme digitalisiert werden oder bereits sind, ist das Firmenkundengeschäft häufig noch ein sehr analoger Vorgang aus Prozessen und Prüfverfahren, an dem nicht selten dutzende Mitarbeiter in der Bank beteiligt sind. Ein Ausbruch aus diesem System ist dem einzelnen Firmenkundenberater in der Regel nicht möglich – auch wenn Kunde, Unternehmen, Bonität und Co. bekannt sind.

Neue Wege eröffnen Sparpotenziale – bei Zeit und Zins

Die Digitalisierung hält aber auch in der Unternehmensfinanzierung Einzug. Geschäftsführer sind aus dem privaten Umfeld Online-Möglichkeiten für Finanzierungen bekannt, die sie sich auch für gewerbliche Projekte und Anschaffungen wünschen. Darauf hat der Markt reagiert und immer häufiger nutzen auch Handwerker digitale Kreditplattformen zur Finanzierung – über Leasing, Mietkauf oder klassischen Kredit. 

Das Prinzip ist einfach: Plattformen mit digitaler Kompetenz wie der Handwerk-ist-Zukunft-Partner COMPEON haben viele Abläufe und Prüfvorgänge, die in der klassischen Bank analog ablaufen, digitalisiert. Was heißt das konkret? Viele Vorgänge, die bei Finanzanbietern klassischerweise vor Ort oder generell analog stattfinden, laufen bei Online-Plattformen automatisch ab. Benötigt ein Handwerker beispielsweise 20.000 Euro für den Kauf neuer Spezialwerkzeuge, kann er damit alles vom Schreibtisch aus erledigen. Der Finanzierungswunsch wird online eingetragen und die nötigen Unterlagen (wie BWA und Jahresabschluss) in einem extra gesicherten Datenraum digital bereitgestellt. Ab da übernimmt die Plattform. Die Dokumente und der Finanzierungswunsch des Handwerkers werden automatisch ausgelesen und die für Banken wichtigen Angaben herausgefiltert – und an Finanzanbieter ausgespielt, die an der Plattform angeschlossen sind und für die Finanzierung in Frage kommen. Bei unserem Partner COMPEON sind rund 300 Banken, Sparkassen, Volksbanken und Spezialfinanzierer wie Leasinggesellschaften und Förderbanken wie die KfW Teil des Netzwerks.

Die Banken erhalten die Anfrage sauber vorbereitet und können auf Grundlage dieser Vorbereitung schneller und sachlicher entscheiden. Ein Vor-Ort-Termin, bei dem auch subjektive Empfindungen des Bankberaters einen Einfluss haben können, ist in der Regel nicht nötig. Es wird keine Zeit verloren und da zeitgleich mehrere Finanzanbieter angesprochen werden, entsteht unter den Banken eine Konkurrenzsituation: Möchte ein Finanzgeber die Finanzierung umsetzen, müssen die Konditionen wie Zinsen und Sicherheiten attraktiv sein. Im Bestfall unterbieten sich die Finanzanbieter gegenseitig–zum Vorteil des Handwerksunternehmers, der die Finanzierung braucht.

Ein Risiko besteht bei Finanzierungsplattformen in der Regel nicht: Im Normalfall sind die Anfragen für Unternehmer kostenlos. Es besteht keine Verpflichtung, eines der eingeholten Finanzierungsangebote anzunehmen. Verschwenden Sie also keine Zeit in unnötigen Bankgesprächen, sondern probieren Sie neue Wege aus.

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