Absicherung

Spezialisten für Einbruchmeldeanlagen

Sichtbarkeit erhöhen und den Kundenstamm weiter ausbauen

Rund 3.700 elektrohandwerkliche Innungsfachbetriebe besitzen bereits eine Spezialisierung im Bereich Einbruchmeldetechnik. Sie installieren Einbruchmelde- und Gefahrenmeldeanlagen, Videoüberwachungssysteme, intelligente Türkommunikationssysteme, Zutrittskontrollen, Bewegungs- und Rauchwarnmelder und machen so Gebäude im privaten, gewerblichen und öffentlichen Bereich sicherer.

Wirksamer Einbruchschutz

Vielen Kunden ist es gar nicht bekannt, welche Möglichkeiten es insgesamt gibt, das eigene Zuhause sicherer zu machen. Dabei hat insbesondere vernetzte Sicherheitstechnik großes Potential und eine hohe Schutzfunktion!

Dass Sicherheitstechnik einbruchverhindernd wirkt, bestätigt die kriminalpolizeiliche Statistik: Rund 45 Prozent der Täter scheitern an einbruchhemmenden Maßnahmen. Die Kriminalpolizei ruft daher regelmäßig dazu auf, Sicherheitslücken zu schließen. Das gilt vor allem für Einfamilienhäuser, aber auch ein großer Teil der Mietwohnungen ist kaum bis gar nicht vor Einbrüchen geschützt.

Schützenhilfe für die Beratung bekommen Polizei und Innungsfachbetriebe vom Gesetzgeber. Hatten Vermieter und Wohnungseigentümergemeinschaft früher ein Veto-Recht, wenn ein Mieter oder Wohnungseigentümer auf eigene Kosten Sicherheitstechnik nachrüsten lassen wollte, so hat der Bundestag kürzlich das Wohnungseigentumsgesetz und das Mietrecht dahingehend geändert, dass dieses Einspruchsrecht entfällt.

Maßnahmen förderfähig

An den Kosten sollte ein Nachrüsten im Bereich Sicherheit auf jeden Fall nicht scheitern, denn viele Maßnahmen sind förderfähig. So werden bis zu 1.600 Euro Zuschuss gewährt. Förderfähig sind beispielsweise elektronische Antriebssysteme für Rollläden, die Installation einer Einbruchmeldeanlage oder auch der Einbau einer Türkommunikationsanlage. Auch Handwerkerleistungen, die im Rahmen einer Installation von Einbruchschutztechnik erbracht werden, sind förderfähig. Voraussetzung für die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen ihrer Programme „Altersgerecht umbauen“ und „Energieeffizient sanieren“ bereitgestellten Förderungen ist allerdings, dass die Maßnahmen von einem Fachunternehmen ausgeführt werden. Dem Kunden muss zu diesem Zweck eine Fachunternehmerbestätigung vorgelegt werden; der fachgerechte Einbau ist schriftlich zu bescheinigen. Weitere Informationen rund um die KfW-Förderung finden Sie hier: www.kfw.de/einbruchschutz

Spezialisten für Einbruchschutz

Und genau hier kommen die Elektrohandwerke ins Spiel. Denn die Beauftragung eines auf Einbruchschutz spezialisierten Betriebs empfiehlt sich nicht nur, weil die Maßnahmen dadurch förderfähig sind: Wer sich für einen Spezialisten entscheidet, kann sicher sein, dass dieser die notwendige Kompetenz in Sachen Sicherheitstechnik mitbringt, entsprechend der anerkannten Regeln der Technik und modernster Standards sowie im Einklang mit einschlägigen Vorschriften arbeitet.

Zudem verwenden Innungsfachbetriebe in der Regel VdS-geprüfte Produkte, für die sehr hohe Standards gelten und deren Einsatz wiederum eine Voraussetzung für eine KfW-Förderung ist. Kurz gesagt: Die Einbindung eines Innungsfachbetriebs sichert den hohen Qualitätsanspruch, den Einbruchschutz benötigt, um wirksam zu sein. Was nützt schließlich eine Videoüberwachung, wenn diese falsch ausgerichtet ist, nicht funktioniert oder teure Fehlalarme verursacht?

Verbändeübergreifende Initiative

Um eine einheitliche Grundlage und Qualitätsstandards für eine nachhaltige, smarte Sicherheitstechnik zu schaffen, arbeitet die Stiftung Deutsches Forum Kriminalprävention (DFK) aktuell mit einer Vielzahl von Verbänden – darunter auch dem ZVEH – an einer sogenannten Facherrichterliste. Sie soll diejenigen Fachfirmen im Bereich Sicherheitstechnik aufführen, deren Produkte die nationalen und internationalen Normen und Anwendungsregeln im Bereich Sicherheitstechnik erfüllen. Der Verbraucher gewinnt damit mehr Sicherheit und erhält so einen besseren Zugang zur KfW-Förderung.

Ein erstes Ergebnis der Zusammenarbeit sind Informationen zur „Scharf-/Unscharfschaltung von Einbruchmeldeanlagen (EMA) bzw. Gefahrenwarnanlagen (GWA)“ sowie Hinweise für Betreiber und Errichter zum Thema „Überwindung von EMA-Zentralen und Übertragungseinrichtungen“. Diese finden Sie hier: www.zveh.de/einbruchschutz

Als Spezialist eintragen lassen

Innungsfachbetriebe können sich schon jetzt kostenlos in der Fachbetriebssuche der Elektrohandwerke (www.elektrobetrieb-finden.de) mit ihren Fachgebieten und Leistungen im Bereich Einbruchschutz und Sicherheitstechnik listen lassen. Wenn das bereits geschehen ist: Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Betriebsdaten! Sind die Fachgebiete und Leistungen auf dem neuesten Stand? (www.zveh.de/profil-bearbeiten)

Einbruchschutz – 3 Fragen an Sabrina Mohr, Kriminalhauptkommissarin

Sabrina Mohr: Alarmanlagen – genauer Gefahrenmeldeanlagen – dienen zum Erkennen bzw. Melden von Gefahren, etwa bei Überfall oder Einbruch. Wir sprechen daher auch von Überfall- oder Einbruchmeldeanlagen (ÜMA/EMA). ÜMA/EMA sind in der Regel geeignet, die mechanischen Sicherungseinrichtungen zu ergänzen. Mechanik bietet einen Widerstand und hindert den Täter am Eindringen, während ÜMA/EMA ergänzend das Alarmieren von Interventionskräften übernehmen soll. Eine ÜMA/EMA sollte daher so installiert sein, dass bereits Alarm ausgelöst wird, bevor Einbrecher die mechanischen Sicherungseinrichtungen überwunden haben.


Sabrina Mohr: Weil dieser explizit geschult ist. Zur Vermeidung von Falschalarmen und zur Gewährleistung der Wirksamkeit des Einbruchschutzes sind besondere Anforderungen zu erfüllen. So dürfen zum Beispiel nur zertifizierte und geprüfte Produkte verbaut werden. Für die Planung, Geräteauswahl, Installation und Instandhaltung von ÜMA/EMA sind die einschlägigen Normen, Bestimmungen und Richtlinien einzuhalten. Wichtig ist zum Beispiel, dass die Kunden nicht selbst Einbruchalarm auslösen (Zwangsläufigkeit), zum Beispiel beim Öffnen der Haustür. Bei sicherheitsrelevanten Smart-Living-Lösungen ist zudem darauf zu achten, dass alle anderen Anwendungen keine Störungen verursachen können (Rückwirkungsfreiheit). Für diese Lösungen gilt eine gesonderte Norm, die „DIN VDE V 0826-1 Gefahrenwarnanlagen (GWA) sowie Sicherheitstechnik in Smart-Home-Anwendungen für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung“. Ein Leitfaden zu sicherheitstechnischen Anwendungen im Smart Home fasst die DIN VDE V 0826-1 kundenorientiert zusammen. Der Leitfaden steht hier zum Download bereit: www.kriminalpraevention.de/publikationen.html


Sabrina Mohr: Über das Förderprogramm der KfW zum Einbruchschutz kann gezielt in Einzelmaßnahmen zum Schutz gegen Wohnungseinbruch investiert werden – über einen Zuschuss oder einen Kredit (www.kriminalpraevention.de/finanzanreize). Neben mechanischer Sicherheitstechnik werden der Einbau von Einbruch- und Überfallmeldeanlagen (Infraschall- bzw. Luftdruck-, Luftvolumensysteme oder Raumresonanzfrequenzgeräte sind nicht förderfähig!) sowie von Gefahrenwarnanlagen und Sicherheitstechnik in Smart-Home-Anwendungen mit Einbruchmeldefunktion (bei der Scharf- und Unscharfschaltung muss die Zwangsläufigkeit nach DIN VDE V 0826-1 eingehalten werden) gefördert. Wichtig ist: Lassen Sie sich im ersten Schritt kostenlos von der Polizei beraten! (Kriminal)Polizeiliche Beratungsstellen in Ihrer Nähe finden Sie unter www.k-einbruch.de/beratungsstellensuche

 

Was die aktuellen Förderbedingungen betrifft, empfehle ich zudem unser Faltblatt „Einbruchschutz zahlt sich aus“. Darin erfahren Interessierte, wie sie am Besten den Weg zu einer Förderung beschreiten. Das Faltblatt finden Sie hier: https://bit.ly/2GhxZCW

 

Sabrina Mohr ist Kriminalhauptkommissarin, Diplom-Verwaltungswirtin (FH) sowie Erwachsenenbildnerin M.A. und seit 2015 bei der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK) als polizeiliche Expertin mit dem Arbeitsschwerpunkt Einbruchschutz/Smart Home tätig.


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