Finanzierung

Mietkauf: Finanzierung für teures Spezialwerkzeug

Teures Spezialwerkzeug: Mietkauf als Alternative zum Kauf

Fräsen, Sägen, Diamantbohrer – aber auch Generatoren, Trockner und Entfeuchter: Profis arbeiten auch mit Profi-Geräten. Stehen nicht die richtigen Werkzeuge und Maschinen zur Verfügung, können Aufträge nicht rechtzeitig fertiggestellt oder sogar gar nicht erst angenommen werden.

Und gute Maschinen haben ihren Preis: Ein kleiner Einkaufsbummel durch den Bau- und Handwerkerbedarf endet dann schnell mit einer 5-stelligen Rechnung. Da die regelmäßige Erneuerung und der Einkauf neuer Werkzeuge alternativlos sind, greifen Handwerker dann meist in den sauren Apfel, zahlen direkt vom Firmenkonto, nutzen einen Händlerkredit oder den Kauf auf Rechnung mit längerem Zahlungsziel. Eine Alternative, die viele Handwerksbetriebe noch nicht auf dem Schirm haben, ist Mietkauf.

Mietkauf: Mieten oder kaufen?

Viele Handwerker, die den Begriff Mietkauf zum ersten Mal hören, winken ab. Warum? Weil sie die Werkzeuge und Spezialgeräte nicht mieten, sondern tatsächlich für den tagtäglichen Gebrauch im Betrieb zur Verfügung haben möchten. Der Begriff Mietkauf ist für viele, die sich nicht täglich mit Finanzierungen befassen, tatsächlich verwirrend. Es handelt sich bei Mietkauf um eine Finanzierung, die eher Leasing als einer Miete ähnelt – allerdings mit wichtigen Unterschieden. So geht das mit Mietkauf finanzierte Werkzeug direkt in den Besitz des Unternehmens über. Außerdem gibt es noch weitere Unterschiede zum Leasing:

Handwerk nutzt bereits Mietkauf

Doch ist Mietkauf für Handwerksunternehmen eine Option zur Finanzierung von Spezialwerkzeugen und Maschinen? Klare Antwort: Ja!

Eine Studie der Finanzierungsplattform COMPEON aus dem Jahr 2021 zeigt, dass bereits 25,8 Prozent der Unternehmen aus dem Handwerk Mietkauf zur Finanzierung von Maschinen, Werkzeugen und technischen Anlagen genutzt haben. Zum Vergleich: Vor der Corona-Krise lag der Wert bei noch bei gerade über 10 %. Mietkauf ist eine Alternative zum klassischen Investitionskredit und wird auch von alternativen Finanzanbietern angeboten, die keine klassischen Banken sind. Gerade das ist für viele Betriebe attraktiv, da das Bankportfolio nicht weiter belastet wird und Kreditlinien freibleiben. Außerdem wird bei einer Mietkauffinanzierung auch die eigene Liquidität geschont und kann für Notfälle aufgespart werden.

Für welche Unternehmen lohnt sich Mietkauf?

Mietkauf ist besonders, aber nicht aus­schließ­lich, für kleinere Betriebe mit einem Eigenkapital bis 335.000 Euro sehr attraktiv. Diese sind berech­tigt, eine sogen­annte Mittel­stands-Sonder­abschreibung durch­zuführen. Dabei fällt (im 1. Vertrags­jahr des Miet­kaufs) die jewei­lige Abschrei­bung höher aus als es beim Abzugs­gewinn bei einem Leasing der Fall wäre. 

Aber auch Handwerker mit einem höheren Umsatz profitieren von der Planbarkeit der Raten und einem festen Zins.

Worauf Handwerker beim Mietkauf achten sollten

Viele Unternehmer bemerken bei Mietkauf anfänglich etwas höhere Kosten als bei vergleichbaren Finanzierungen. Allerdings trügt hier der Schein, wird bei Mietkauf zu Beginn der Finanzierung lediglich die gesamte Mehrwertsteuer des Objekts gezahlt. Da diese Summe direkt zu Vertragsbeginn oder der ersten Rate anfällt, wirken die Kosten etwas höher als beim Leasing. Hier muss man aber direkt bedenken, dass die Mehrwertsteuer natürlich als Vorsteuer vollabzugsfähig ist. Ein Gespräch mit dem Steuerberater ist da empfehlenswert.

Sie möchten als Handwerksbetrieb Finanzierungsangebote für Ihre Wunschwerkzeuge einholen? Lassen Sie unverbindliche Vergleichsangebote einholen – alles, was Sie dafür benötigen, ist der Preis der Werkzeuge oder Maschinen.

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