Absicherung

Kurzarbeit trotz Bauboom?

Zimmerer und Dachdecker müssen Bauvorhaben stoppen!

Preiserhöhung und Materialknappheit

Der Anstieg von Materialkosten schlägt in der Bau- und Ausbaubranche um sich. Für Holz, Stahl und auch Dämmstoffe sind diese teilweise um 20 % gestiegen. Und ein Ende ist bislang nicht in Sicht.

Gründe hierfür sind unter anderem Schäden am heimischen Baubestand. Auch wird gerade in der jetzigen Zeit mehr gebaut als je zuvor. Die Bau- und Ausbaubranche boomt. Die Auftragsbücher sind voll. Aber können auch alle Aufträge abgearbeitet werden?

Die Holzpreise haben sich teilweise nicht nur verdoppelt, sondern verdreifacht. Gerne werden OSB Platten oder ESP-Dämmstoffe beim Bau von Dächern verwendet. Es herrscht absolute Verknappung des Materials, da Produktionskapazitäten runtergefahren wurden. Es gibt eine große Nachfrage, aber leider ein zu geringes Angebot.

Kurzarbeit und Arbeitssituation

Viele Betriebe raten ihren Kunden mittlerweile, anstatt mit einer Holzrahmenbauweise zu planen eher Stein auf Stein zu bauen. Denn gerade die Holzpreise haben sich verdreifacht. Und dabei verzögern sich alle Aufträge, weil die Materialen knapp sind. Hierfür haben die Kunden zwar teilweise Verständnis, aber der Frust wegen zu langer Bauarbeiten wird immer größer.

Das gilt auch bei den Betrieben: Angebote schreiben dauert nicht nur länger, sondern es muss dem Kunden auch deutlich erklärt werden, wieso ein Angebot teurer wird. Handwerker können Angebote teilweise nur schwierig kalkulieren, da zum einen lange Lieferzeiten bei den Großhändlern bestehen und zum anderen Preise nur eine Tagesgültigkeit haben. Da kann es schon mal vorkommen, dass Angebote im Nachhinein angepasst werden müssen. Werden die Mehrkosten auf die Kunden verteilt oder bleiben die Betriebe auf den Kosten sitzen? Projekte sind teilweise nicht mehr rentabel, weil die Preise um knapp 20% gestiegen sind.

Viele Großhändler beliefern die Betriebe nicht mehr vor August. Das hat große Auswirkungen auf geplante Bauvorhaben.  Einige Projekte verzögern sich und alle beteiligten Gewerke geraten ins Schwimmen!

Betriebe mit kleinen Lagern nutzen die Fachhändler oftmals als Lager und bestellen erst, wenn der Bedarf besteht. Das Hamstern von Holzmaterialien gelingt demnach auch nur großen Betrieben.

China und USA

Die Gründe für den Preisanstieg sind vielfältig. Die USA und China kaufen den deutschen Holzmarkt leer. Waldbrände in Kalifornien und Kanada haben dazu geführt, dass Holz in den USA knapp ist. Deshalb ist die Anfrage nach deutschem Holz extrem hoch. Denn in den USA werden momentan so viele Häuser gebaut wie nie zuvor. Auch China hat eine große Nachfrage nach dem deutschen Holz und holt es sich teilweise direkt aus dem Westerwald, der Eifel oder aus dem Sauerland.

Experten vermuten, dass sich die Situation im Winter verbessert, da weniger gebaut wird. Ob das schon dieses Jahr der Fall sein wird, ist noch unklar. Wir empfehlen Ihnen, eine Preiszeitklausel in Ihren Angeboten zu vereinbaren und erst Termine mit Kunden zu machen, wenn das Holz bereits auf dem Transporter liegt. Holz wird fast wie Gold gehandelt. Deshalb ist es besonders wichtig es zu schützen.

Haben Sie an Ihren Versicherungsschutz gedacht?

Ihren Versicherungsschutz sollten Sie ebenfalls nicht außer Acht lassen. Vermeiden Sie das Risiko einer Unterversicherung. Überprüfen Sie, ob die Versicherungssumme Ihrer Betriebsinhaltsversicherung ausreichend ist, um die erhöhten Preise oder Lagerbestände zu decken.

Kommen Sie gerne auf unsere Experten der Bau- und Ausbaubranche zu, um den passenden Versicherungsschutz zu erhalten.

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