Digitalisierung

Digitalisierungsbarometer für Handwerksbetriebe

Die Digitalisierung ist so gut wie in jeder Branche ein großes Thema und macht auch vor dem Handwerk keinen Halt. Betriebe müssen nicht nur eigene interne Prozesse digitalisieren, sondern sich auch auf ein verändertes und moderneres, technischeres Kundenverhalten einstellen und handeln. Die Zukunftsinitiative „Handwerk 2025“, die vom Baden-Württembergischen Handwerkstag (BWHT) und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau getragen wird, hat die Bau- und Ausbaubranche genau durchleuchtet: Es wurde geschaut, in wie weit die Betriebsgröße einen Einfluss auf den Grad der Digitalisierung hat und wie man die Betriebe beim Prozess der Digitalisierung weiter unterstützen kann.

Die Vorgehensweise

Dabei hat die Studie folgende Gewerke betrachtet: Maler, Stuckateure, Elektro, Sanitär-Heizung-Klimatechnik, Fliesen,- Platten- und Mosaikleger, Dachdecker, Zimmerer sowie Schreiner. Damit eine fundierte Aussage zu dem tatsächlichen Digitalisierungsgrad getätigt werden konnte, wurden die Gewerke, die Betriebsgrößen und Typologien analysiert, um dann eine entsprechende Handlungsempfehlung auszusprechen.

Dabei lies sich feststellen, dass nicht in allen Bereichen des Handwerks das Thema Digitalisierung angenommen wird. Viele Betriebsinhaber zeigen sich offen und interessiert und sind motiviert, die Veränderungsprozesse im eigenen Betrieb anzugehen. Einigen fehlt jedoch noch eine durchdachte Digitalisierungsstrategie, die im Vorfeld gut geplant und organisiert werden muss, damit der effektive Nutzen für den Betrieb sichtbar wird und auch zukünftig gewinnbringend ist.

Erste Ergebnisse

Der Gesamtdigitalisierungsgrad der Gewerke der Bau- und Ausbaubranche in Baden-Württemberg ist mit 35 von 100 möglichen Punkten nicht zufriedenstellend. Deshalb ist es besonders wichtig, Handwerksunternehmen zu unterstützen. Dabei beraten die Kammern und Verbänden verstärkt die einzelnen Betriebe der Branche.

Digitalisierung bedeutet jedoch nicht nur, die eigenen internen Arbeitsprozesse umzustellen. Der Endkunde hat ein verändertes Kaufverhalten entwickelt. Handwerksleistungen sollen schnell und transparent erbracht werden und Aufträge digital erstellt werden. Darüber hinaus begeistern digital aufgestellte Unternehmen Lehrlinge und Fachkräfte als zukünftigen Arbeitgeber. Deshalb sei es laut Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut besonders wichtig, zu ermitteln, wie der Digitalisierungsgrad eines Unternehmens ist. Dabei hilft der Digitalisierungsbarometer.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich ein zentrales Ergebnis der Studie festhalten: Je größer ein Betrieb ist, desto höher liegt auch der Digitalisierungsgrad. Deshalb sind gerade kleine und familiengeführte Unternehmen besonders gefährdet und benötigen die passende Unterstützung, damit die über Generationen aufgebauten, handwerklichen Fähigkeiten nicht verloren gehen. Informieren Sie sich bei der Zukunftsinitiative „Handwerk 2025“ und erhalten die Unterstützung, die Sie benötigen.

Weitere Informationen

Die Studie wurde im Rahmen der Zukunftsinitiative „Handwerk 2025“ vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau gefördert. Herausgeber sind das Konstanzer Online-Start-up wirsindhandwerk GmbH und der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT). Forschungspartner ist das Institut Lab4Innovations GmbH & Co. KG. Die Projektgruppe konnte die Deutsche Bank AG und die Signal Iduna Gruppe als prominente Sponsoren gewinnen.

Die Ergebnisse der Studie finden Sie unter: www.handwerk2025.de/digitalisierungsbarometer

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