Fachkräftemangel

5 Gründe, warum Handwerksbetriebe Stellenanzeigen in Zeitungen überdenken sollten

Stellenanzeigen

Der Mangel an qualifizierten Fachkräften und geeignetem Nachwuchs ist branchenübergreifend ein großes Problem. Doch eine Branche ist besonders schwer betroffen: die Bau- & Ausbaubranche. In Deutschland besteht ein fast flächendeckender Fachkräftemangel in der Branche. Dabei sind laut der KOFA-Berechnung aus dem Jahr 2019 bis zu 99,1 % der Stellen für Bauberufe schwer zu besetzen. Darüber hinaus bleiben jährlich bis zu 20.000 Lehrlingsstellen unbesetzt.

Dadurch, dass mehr freie Stellen als Bewerber verfügbar sind, landen die Bewerbungen von jungem, interessierten Nachwuchs und qualifizierter Fachkräfte auf den Tischen von Unternehmen, die aus der Masse hervorstechen. Eine ansprechende Stellenanzeige am richtigen Orten zu platzieren, ist heute wichtiger denn je.

Viele Jahrzehnte lang war die Zeitung das Maß aller Dinge, wenn es um die Suche nach Fachkräften und Lehrlingen ging. Nach wie vor setzen einige Betriebe auf die altbewährte Print-Anzeige. Sie schätzen vor allem die regionale Ausrichtung — denn wer sich nach einem neuen Arbeitsplatz umsieht, sucht diesen natürlich bevorzugt in seiner Umgebung.

Doch wie effektiv ist die Anzeige in der Zeitung heute und lohnt sich die Investition?

Einige Betriebe berichten aus eigener Erfahrung, dass die Zeitungsannonce ihnen keine Bewerber gebracht und nur unnötige Kosten verursacht habe. Diese fünf Aspekte sollten Sie bei der Aufgabe Ihrer Stellenanzeige bedenken:

Junge Menschen lesen selten Zeitung

Zunächst ist es wichtig zu analysieren, wo sich die Zielgruppe aufhält. Sucht man nach jungem Nachwuchs, sollte man wissen, welche Medien von dieser Zielgruppe genutzt werden. Nahezu 100 Prozent der 14 bis 49- Jährigen surfen täglich im Netz. Schüler informieren sich vor allem online über mögliche Ausbildungsplätze. Viele junge Menschen, die potenziell für eine Ausbildung infrage kommen, sind zudem mehrfach täglich in sozialen Netzwerken wie Instagram, TikTok oder Snapchat unterwegs. Facebook wird aus aktueller Sicht tendenziell von Personen ab Mitte 20 genutzt, die also als ausgelernte Fachkräfte interessant sein können. Hier gibt es verschiedene, kreative Möglichkeiten auch Stellenanzeigen zu platzieren. Die Zeitung zählt jedoch für die meisten jungen Menschen nicht als täglich genutztes Medium.

Leserzahlen sind Rückläufig

Ein weiterer Grund, die Ausschreibung in der Zeitung zu überdenken ist, dass die Verkaufszahlen der klassischen Tageszeitung bereits seit mehreren Jahren rückläufig sind. Man erreicht demnach nicht nur tendenziell ältere Personen, die zum Teil gar nicht mehr für den Arbeitsmarkt und besonders einen körperlich anspruchsvollen Beruf interessant sind, sondern auch immer weniger Leser insgesamt. Diese Entwicklung senkt die Wahrscheinlichkeit, dass die richtige Person Ihre Anzeige liest.

Hohe Kosten für Annoncen

Im Verhältnis zum Nutzen einer Zeitungsannonce, sind die Kosten sehr hoch. Vor allem, wenn der Erfolg ausbleibt und keine Bewerbungen eingehen. Vergleicht man damit z.B. einen Beitrag in sozialen Netzwerken, so kann man hier viele Menschen erreichen und den Geldbeutel erheblich schonen. Teilen Personen, die Ihren Beitrag lesen, Ihre Anzeige auch noch, dann erhöht sich die Chance auf potenzielle Bewerber zu treffen um ein Vielfaches. Die Reichweite kann hier enorm sein, wenn man geschickt vorgeht. Man spart sich die Kosten und hat im schlimmsten Fall nur ein paar Minuten Zeit für die Erstellung des Beitrages investiert. Bei einer Zeitungsannonce wurde jedoch zusätzlich viel Geld investiert.

Gestaltungsmöglichkeiten begrenzt

Die Gestaltung Ihrer Anzeige ist ein sehr wichtiger Aspekt, damit diese die Aufmerksamkeit der Leser erweckt und aus der Masse von Anzeigen heraussticht. Bilder werden deutlich schneller und besser vom Leser wahrgenommen, als ein reiner Textblock. Natürlich sollte der Text auch ansprechend verfasst werden, aber damit dieser überhaupt erst gelesen wird, braucht er einen zusätzlichen „Eyecatcher“. Auch besondere Schriftarten und Farben spielen hier eine Rolle. In Zeitungsannoncen ist Ihre Anzeige optisch wie alle anderen gestaltet, hebt sich demnach nicht hervor und enthält in der Regel keine Bilder. So kann Ihre Anzeige von potenziellen Bewerbern schnell überflogen werden. Einerseits möchten Sie natürlich Menschen erreichen, die aktiv nach einer neuen Stelle suchen. Doch mit einer guten und ansprechenden Anzeige können Sie auch die Aufmerksamkeit von Angestellten erreichen, die aufgrund Ihrer Anzeige über einen Wechsel in Ihr Unternehmen nachdenken.

Die Wirkung Ihres Unternehmens hängt von Ihrer Anzeige ab

In was für einem Unternehmen wollen Arbeitnehmer heute arbeiten? Angestellte können es sich vor allem in einem bestehenden Arbeitnehmer-Markt leisten hohe Ansprüche an ihren Arbeitgeber zu stellen. Dabei ist nicht nur das Aufgabenfeld entscheidend, sondern auch die Art und Weise wie das Unternehmen aufgestellt ist. Viele Arbeitnehmer, vor allem junge Leute, möchten in einem modernen Unternehmen arbeiten, welches am Puls der Zeit lebt und auch mit der Digitalisierung mitgeht, da die Arbeitsweise dadurch deutlich angenehmer sein kann. Wo wird einem Bewerber eher der Eindruck vermittelt, dass Ihr Unternehmen modern und attraktiv aufgestellt ist? Der Ort, an dem Ihre Anzeige zu finden ist, gibt unbewusst eine Antwort auf die Frage, wie Ihr Unternehmen aufgestellt ist. Vor allem bei jungen Menschen wirkt eine Anzeige in der Zeitung weniger modern und digitalisiert.

Wichtig ist, dass Sie für sich und Ihren Betrieb den richtigen Weg finden. Gerne möchten wir Sie bei der Suche nach neuen Lehrlingen mit unserem kostenlosen Lehrlingskompass unterstützen.

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